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Take back the night demonstration in Bremen

Ganz in der Tradition der Walpurgisnachtdemonstrationen hatte das Thema Sexismus in diesem Jahr einen brandaktuellen Hintergrund; das missionarische Jugendfestival „Christival“ fand zeitgleich in Bremen statt. Laut Veranstalter werden zu diesem evangelikalen Jugendkongress ca. 30.000 überwiegend junge Teilnehmer erwartet. Trotz der popkulturellen Aufmachung des Christivals werden hier antiquierte Moralvorstellungen, sexistische und homophobe Inhalte verbreitet. So sollte Beispielsweise ein Workshop zum Thema „Homosexualität verstehen – Chancen zur Veränderung“ angeboten werden, der im Vorfeld aufgrund massiven Protests abgesagt wurde.

Die radikalen, evangelikalen Veranstalter versuchen so in jugendlicher Aufmachung radikale Ansichten zu Sex vor der Ehe, Selbstbefriedigung und Abtreibung (alles verboten, ist klar) in die Köpfe der jungen Christen zu bringen. Vielen Teilnehmern ist im Vorfeld nicht klar, wie sexistisch, reaktionär und urkonservativ dieses Festival in Wahrheit ist. Für die Evangelikalen ist die Verbreitung des Wort Gottes eines der höchsten Anliegen, weshalb für die Zeit des Christivals auch kleine Gruppen fundamentalistischer Christen die Innenstadt und Straßenbahnen unsicher machen werden, um die Bürger Bremens zu missionieren [sic]. In der Überzeugung, die Familie sei das Kernstück der (christlichen) Gesellschaft, sprechen sich die evangelikalen Christen gegen alternative Lebens- und Beziehungskonzepte aus, da für sie die Ehe und Sex allein zur Fortpflanzung die einzige Form von Lebensgestaltung ist.

Um gegen die homophoben, sexistischen und reaktionären Inhalte des Christivals zu protestieren, fanden sich am Abend des 30.4.2008 ca. 1000 Menschen zu einer antisexistischen Demonstration unter dem Motto „Gegen den sexistischen Normalzustand – auf dem Christival und überall“ zusammen. Der Demonstrationszug begann am Kulturzentrum Schlachthof, in Sicht- und Hörweite des Eröffnungskonzerts des Christivals. Gleich zu Beginn der Demonstration brachen einige Teilnehmer aus der Demonstration aus und warfen einen Bauzaun am Rande der Eröffnungsveranstaltung um. Nach diesem kurzen Zwischenfall verlief die restliche Demo ohne besondere Stöhrungen. Lautstark skandierten die Menschen gegen den alltäglichen Sexismus, gegen Homophobie in der Gesellschaft und für ein selbstbestimmtes Leben. In einem Tunnel unter den Bahngleisen stoppte der Demozug einige Zeit, um in der Akkustik des Tunnels eine kurze Party zu feiern. Danach ging der Zug weiter an der Diskomeile vorbei, wo es zu einer kleinen Störungen durch Nazis an einem Fenster kahm. Die Diskomeile ist als Ort des alltäglichen Sexismus und der geschlechterspezifischen Rollenverteilung ein guter Ort, um den Protest dagegen lautstark zu zeigen. Spät am Abend traf der Demozug dann am Ziegenmarkt ein, wo die Abschlusskundgebung und eine kleine Feuershow am Rande stattfanden.

Abgesehen von der strickten Aufteilung der Demo in Blöcke (Frauen-Lesben-Trans, Queer und Gemischt), was meiner Meinung nach ein intolerantes Bild der Bewegung zeichnete, da es Bio-Männern verboten war, sich im vorderen Frauen-Lesben-Trans Block aufzuhalten, war es eine schöne, wilde und lautstarke Demo zu einem Thema, das leider noch immer eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielt und das es somit Wert ist zu jederzeit laut angeprangert zu werden. In diesem Sinne: Masturbieren statt Missionieren!

P.S. das Ärzteteam NordWestSüd legte die Homepage des Christivals für einige Stunden lahm, indem sie es zu "terapiezwecken umfunktioniert" haben.


2.5.08 13:02


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17.5.08 19:25


Und noch eine mehr...

 

Insgesamt wird es am 31.5.08 drei Demos in Bremen geben.

Plant da etwa jemand die Revolution? ^^

mehr zur "Freiheit statt Angst"-Demo des CCC Bremen findet ihr unter http://www.ccchb.de/wiki/Freiheit_statt_Angst

 

29.5.08 13:52







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